Management wasserinduzierter Problemstellungen



 

Wasser wird aufgrund seiner Verfügbarkeit und seiner hervorragenden Eigenschaften in Bezug auf Wärmeleitfähigkeit und spezifischer Verdampfungswärme in der Industrie als wichtigstes Trägermedium für die Prozesskühlung in offenen und geschlossenen Systemen genutzt.

In diesen wasserführenden Systemen laufen oft unerwünschte physikalische, chemische oder mikrobiologische Prozesse ab, welche zu mannigfachen und ernsthaften Problemen führen können, insbesondere wenn sie vom Betreiber nicht rechtzeitig erkannt werden. Korrosion, Ablagerungsbildung und mikrobiologisch induziertes Fouling verursachen Werkstoffzerstörung, einen erhöhten Verbrauch an Wasser und Energie und bereiten Hygieneprobleme durch potentiell krankheitserregende Bakterien.

Verstärkt und verkompliziert werden diese Prozesse dadurch, dass sie sich gegenseitig bedingen und begünstigen können. Durch Ablagerungen können Belüftungselemente entstehen, welche die Korrosion fördern. Die dadurch resultierenden amorphen Oberflächen begünstigen die bakterielle Besiedelung - auf Schwarzstahl zum Beispiel für die essentiell auf Eisen angewiesenen Legionellen. Die Verwobenheit der Abläufe ist auch Grund dafür, dass verbindungslose Eingriffe zur Problemlösung oft nicht zielführend sind. Eine Biozidbehandlung ist in vielen Fällen unumgänglich, kann aber zu paradoxen Ergebnissen führen, weil dadurch Bakterienkonsumenten des Biofilms, wie Räder- und Wimpertierchen, zuerst eliminiert werden und durch oxidativ wirkende Biozide Korrosionsvorgänge verstärkt werden aus denen weitere Besiedelungsflächen für Mikroorganismen entstehen.

 

Korrosion:
Eine der auffallendsten Merkmale der Korrosion ist die Vielfalt ihrer Erscheinungsformen. Sie kann rein durch physikalische oder chemische Prozesse oder mikrobiologisch induziert sein aber auch alle Mischformen sind in wasserführenden Systemen möglich, was die Ermittlung der Korrosionsursache und deren Beseitigung erschwert.

Ablagerungsbildung - Scaling:

Das komplexe Gleichgewichtssystem der Kohlensäure und ihrer Ionen kann in Verbindung mit den Erdalkalimetallen Calcium und Magnesium

Mikrobiologische Belastung - Fouling:
Nährstoffeintrag aus der Luft oder der Produktion; Nährstoffverhältnisse (Kohlenstoff/Stickstoff/Phosphor) Oberflächenbeschaffenheit, Temperaturniveau statistische Verweilzeit der Mikroorganismen im System, hydraulische Dynamik, Stagnationsbereiche und viele andere Faktoren sind entscheidend für die Ausprägung von Biofilmen und die Anwesenheit potentiell pathogener Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa oder Legionellen.

 

Unser Service ist auf die spezifischen Anforderungen der Betreiber wasserführender Systeme zugeschnitten. Aus den Betrachtungen zu Verfahrenstechnik, Betriebsweise, Wasserbehandlung, aus Ergebnissen verschiedener vor-Ort-Messungen, Probenahmen für Untersuchungen im akkreditierten Prüflabor leiten wir den Ist-Stand ab und bewerten ihn hinsichtlich des wahrscheinlichen Verhaltens des Prozesswassers in Bezug auf Korrosion, Ablagerungsbildung und hygienegerechtem Betrieb, einschließlich RisikobewertungenImplementierung eines geeigneten Risikokontrollprogramms.

Unsere Berichte sind klar und prägnant und verdeutlichen sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch die Leitlinien und bewährten Verfahren mit priorisierten Empfehlungen. Unser Ziel ist es, für unsere Kunden die kosteneffektivsten und technisch angemessensten Lösungen zu liefern und gleichzeitig die Einhaltung der relevanten Richtlinien und Verordnungen zu gewährleisten.

 

Hygienemanagement wasserführender Systeme

Wasserführende Systeme bieten Mikroorganismen oft ideale Lebensräume. Insbesondere in Rückkühlwerken herrschen besonders günstige Bedingungen vor, da stets Wärme, Nährstoffe und ausreichend Sauerstoff zur Verfügung stehen sowie den Mikroorganismen hohe Besiedelungsflächen zur Ausbildung von Biofilmen geboten werden.

Entsprechend kommt es zur Besiedelung mit Protozoen, Amöben, Schimmelpilzen und Bakterien. Einige dieser Mikroorganismen sind für den Menschen potentiell gefährlich, so z.B. mittlerweile weitgehend antibiotikaresistente Pseudomonas aeruginosa und vor allem die virulenten Legionellenarten, welche durch den unvermeidlichen Sprühverlust von Rückkühlwerken über die Fortluft ausgetragen werden.

Watch-Industrial Waters bietet seinen Kunden eine neutrale und vollkommen unabhängige Beratung zum hygienegerechten Betrieb wasserführender Systeme insbesondere auch zur Erfüllung der Vorgaben aus der Richtlinie 2047-2 sowie der 42. BImSchV.

 

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